Über uns

Geschichte

Der Name Soroptimist ist vom Lateinischen sorores optimae („die besten Schwestern“) abgeleitet und wird von den Mitgliedern als Anspruch an das eigene Verhalten in Leben und Beruf, und als mitmenschliche Verpflichtung verstanden.

Geschichte
Geschichte, @...

Der erste Club von Soroptimist International wurde 1921 in Oakland, Kalifornien (USA), vom "Profi-Clubgründer" Stuart Morrow initiiert und von der Büro-Akademie-Leiterin Adelaide Goddard und Violet Richardson Ward zusammen mit 81 Damen gegründet. Der Club ist bis heute partei- und konfessionsfrei, engagiert sich jedoch lokal, national und international für eine aktive Teilnahme an Entscheidungsprozessen und Anerkennung auf allen Ebenen der Gesellschaft.

Soroptimist International hat als Nichtregierungsorganisation (NGO) "Allgemeinen Konsultativstatus" bei ECOSOC, dem Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen, und ist mit Repräsentantinnen bei folgenden UN-Unterorganisationen in New York, Genf, Wien und Paris vertreten:

Internationale Arbeitsorganisation (ILO)
Umweltorganisation (UNEP)
Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO)
Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR)
Weltkinderhilfswerk (UNICEF)
Organisation für Industrielle Entwicklung (UNIDO)
Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Die Europäische Föderation von Soroptimist International (SI/E) ist als NGO im Europarat in Straßburg mit beratendem Status vertreten.

:::

< zurück...
28.02.2017

50 Jahre Soroptimist Club Wien Donau

Gegründet am 21. April 1966 in Wien als 6. Club der Österreichischen Union. Die Gründungspräsidentin war Maria Bechny, als Patin fungierte Dkfm. Ellen Giese und als Patenclub SI Club Wien I. Die Zahl der Gründungsmitglieder war 26, heute zählt der Club 40 Mitglieder.

20 Jahr-Feier
20 Jahr-Feier

Für die Erneuerung und Verbreitung der soroptimistischen Idee war es eine wichtige Entscheidung, 1966 einen zweiten Soroptimist Club in Wien, nach Clubgründungen in Graz, Salzburg und Linz, zu gründen.

Was hat 25 berufstätige, in ihrem Beruf erfolgreiche Frauen, bewogen, der Aufforderung zuzustimmen diesem internationalen Club beizutreten? Immer wieder ist es die grundsätzliche Forderung weltweit an die SORORES AD OPTIMUM daran mitzuwirken die Stellung der Frau zu fördern. Die Ausrichtung ist weder parteipolitisch noch weltanschaulich gebunden aber getragen von einem Geist der Kooperation - nicht der Konkurrenz - und der wechselseitigen Anerkennung von Frauen aus ganz unterschiedlichen Berufen. In gezielten gemeinsamen Initiativen, auf Clubebene aber auch international, fördern Projekte dieses Anliegen. In der heute in den Blickpunkt gerückten Spanne von nunmehr 50 Jahren seit unserer Gründung hat sich diese grundsätzliche Forderung nicht geändert. 

An der Entwicklung und Stellung von Soroptimist International wollen wir aktiv mitwirken: Seit unserer Gründung und immer wieder seit 50 Jahren engagieren sich Clubschwestern von Wien-Donau in Funktionen, die weit über die Clubebene hinausgehen, im Vorstand sowohl der österreichischen Union als auch der Europäischen Föderation, als Repräsentantinnen von SI bei der UNO. Wir erhalten dadurch Informationen aus erster Hand und nehmen stets unmittelbar an soroptimistischen Entscheidungen teil. So waren wir eine starke Stimme, um FGM (Female Genital Mutilation) anzuprangern und die Geißel des Frauenhandels auf breiter Ebene bewusst zu machen. Alle Funktionen sind ehrenamtlich und zeitlich limitiert. 

Unsere in der Föderation aktiven Clubschwestern durften die Charterurkunden den jeweils neu gegründeten Clubs in Dänemark, Deutschland, Polen, Italien, den Niederlanden, Portugal und Slowenien überbringen. Unserer Initiative verdanken vier in- und drei ausländische Clubs ihre Gründung. 

Natürlich ist auch das Prinzip der Freundschaft mit hunderttausend Frauen auf der ganzen Welt verlockend: verlockend über den eigenen Beruf, aber noch interessanter über ganz andere Berufe und Themen sich auszutauschen. Und wir fliegen zur Internationalen Convention nach Sidney oder San Franzisco, treffen die Soroptimistin neben der wir in Glasgow gesessen sind in Istanbul wieder.

Club Wien-Donau hat nun 40 Mitglieder, drei weitere Clubs sind seither in Wien gegründet worden, in ganz Österreich sind es derzeit 56 Clubs.

Wir haben uns von Anfang an als Mitglieder einer internationalen Organisation verstanden – bestätigt durch die grenzüberschreitende Gewichtung unseres Namens in Wien-Donau. Wir tragen diesen Namen seit 1991, er wurde bei unserer 25 Jahr Feier (also zur Halbzeit) verkündet. Die Donau als weit geöffnetes Tor ist uns ein Symbol der lebendigen Verbindung zwischen West und Ost, wahrgenommen durch die soroptimistische Freundschaft.

Vier Jugendcroisieren wurden in diesem Sinn und mit großem Enthusiasmus und großem Erfolg durchgeführt. Sie wurden für unsere jugendlichen Gäste unter anderem aus der Türkei, Ungarn, Lettland, Polen, Slowakei, Schweden als Demokratie- und Friedenslektion gestaltet, beginnend in Wien mit Besuchen im Rathaus, Parlament und der UNO City und endend mit einer Rundreise durch Österreich. 

Uns allen ist die Erstellung der Projekte sehr wichtig, Benefizveranstaltungen helfen uns sie zu realisieren: Durch großzügige Spenden und durch Einnahmen bei Konzertveranstaltungen, die auch jungen Musikern zu Bekanntheit verhelfen, war es uns möglich, ein Hospiz für alte Leute und ein Heim für Straßenkinder in Korosten (Ukraine) zu unterstützen, ein Mutter-Kind-Projekt in Wien zu fördern. Wissenschaftlerinnen aus Polen konnten wir ein Stipendium überreichen, einer Studentin der Wirtschaftswissenschaften aus Bratislava das Studium in Wien und einer heute weltberühmten Geigerin einen besonderen Ausbildungskurs ermöglichen, dazu auch anderen begabten Kindern den Weg dorthin eröffnen. Wir haben eine Buchpatenschaft in der Österreichischen Nationalbibliothek übernommen und sind für die Restaurierung einer Skizze für ein verlorenes Deckengemälde des Gartenpalais Harrach aufgekommen.

Musik spielt in unserem Club eine große Rolle! Die Komposition der Soroptimist Fanfare wurde in unserem Club initiiert, bei der Konvention in San Francisco erstmal international gespielt – sie ist bei unserem 50 Jahr Jubiläum in der Originalbesetzung zu hören.

Wir haben wunderbare von Clubschwestern gestaltete Feste gefeiert, Faschingsfeste, Gartenfeste, Geburtstagsfeste und immer wieder Jubiläen: 25, 30, 40, 45 Jahre Soroptimistclub Wien-Donau. 

Gerne folgten wir den Einladungen unserer italienischen Link Clubs Roma III und Milano Fondatore. Mit unserem Link Club Roma III erarbeiteten wir in einem föderationsübergreifenden Projekt eine vergleichende Studie über „Die Frau im Spannungsfeld zwischen Arbeit, Familie und Gesellschaft“. Eine besonders enge Freundschaft verbindet uns seit langem mit unseren soroptimistischen Schwestern in Venedig. Unvergesslich sind die Reisen nach Brüssel und St.Petersburg und die Reise nach Tallinn. Im niederösterreichischen Ysper feierten wir unser 40 Jahr Jubiläum.

Wir pflegen auch die Freundschaft innerhalb des Clubs: „Club Privat“ wurde erfunden als Zusammenkunft in der Halbzeit zwischen zwei Clubmeetings, auch Retentionsrunden genannt, zum besseren Kennenlernen unserer Clubschwestern, oder vielleicht auch um gemeinsam ins Museum zu gehen, einen besonderen Reisebericht zu hören, sich eben einfach freundschaftlich zu treffen. 



mehr...