Blog der Präsidentin

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26.11.2021

Präsidentin


Liebe Interessierte,

Gerade in Zeiten der Pandemie gilt es für uns alle zu erkennen, dass wir nur gemeinsam eine gewaltfreiere Zukunft gestalten können, dass wir nur gemeinsam die umfangreiche Arbeit für den und die nächsten bewältigen können. Inspirieren wir uns gegenseitig durch unsere Haltung, unsere Projekte und unser Engagement darin, uns als Frauen für Frauen einzusetzen und an der Verbesserung der Situation für Frauen und Mädchen mitzuarbeiten.

Und gerade auch die nun aktuellen Zusatzbelastungen für die Frauen machen einmal mehr deutlich, wie mächtig und gleichzeitig ohnmächtig wir Frauen im gesellschaftlichen Gefüge sind, wie viel wir zu (er)tragen haben, wie sehr sich Familie und Öffentlichkeit auf uns verlassen, täglich zum Teil Übermenschliches zu leisten, um allen Anforderungen, Verpflichtungen und auch eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Wir brauchen Solidarität, besonders auch untereinander! Wir fordern von uns Aufmerksamkeit, Wachsamkeit, Zivilcourage und Beistand für andere, wir leisten gerne und intensiv unseren Beitrag. Aber auch wir benötigen dieselbe Wertschätzung und Unterstützung und auch den entsprechenden Schutz. 

Vor 100 Jahren wird der erste Soroptimist Club 1921 von und für berufstätige Frauen  in Oakland/Kalifornien gegründet. Die Organisation breitet sich in den USA rasch aus. 1924 entstehen erste Clubs in Europa (Paris, London). In Österreich wird 1929 der erste Club in Wien gegründet; der Club Wien Donau 1966.

In diesen 100 Jahren hat sich für Frauen einiges geändert, manches verbessert, vieles gibt es weiterhin zu tun. Aktuell zeigen allein die erschreckenden Zahlen anlässlich der 16tägigen Kampagne „Orange The World“ zum Thema gegen Gewalt an Frauen und Mädchen den langen Weg, der noch für uns als Gesellschaften in aller Welt zu gehen ist, um diese anerzogene Bereitschaft zu Gewalt in den Griff zu bekommen. Wir wollen dazu beitragen, damit Frauen und Mädchen so bald wie möglich überall ein Leben in Freiheit, Unabhängigkeit und Sicherheit führen können.


Antonia Hoerschelmann

Präsidentin 2021-23

 

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24.04.2020

In Zeiten des Conornaviruses!


Die verschiedenen Ausformungen der Coronakrise haben uns vor allem neue Varianten der Kommunikation beschert! ZOOM, neben dem bekannten Skype, ist eine Art der Videokonferenz, der sich viele Menschen in Zeiten der Abstandsregeln bedienen. Man bleibt in Kontakt, sieht einander, und hat ein Gefühl des lebendigen Austauschs.

Gut möglich, dass  dies auch nach der Krise ein Mittel sein kann, um (große) Distanzen zu überbrücken und CO2 einzusparen.

Die Natur zeigt uns unmissverständlich  wie  sie sich zu erholen bereit wäre, würden wir weniger ausstoßen, produzieren, konsumieren, reisen.

Ein beeindruckendes Lehrstück sozusagen, fernab von wirtschaftlichen Zwängen.

 

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17.10.2019

Soroptimist gegen Verpackungsmist!

Unsere neue Präsidentin Hermine Jacobs-Ferstl hat ihr Awarness-Programm vorgestellt!

Am 8.10. 2019 habe ich mit meinem neuen Vorstand die Präsidentschaft  des Clubs Wien Donau übernommen.

Unser Club ist 53 Jahre alt und eine unserer wichtigen Aufgaben wird es sein neue Mitglieder anzusprechen und zu gewinnen, während wir mit verschiedenen Initiativen unsere Mitglieder zum Mitarbeiten und Mitgenießen ermuntern wollen.

Unser Thema ist Nachhaltigkeit-Vielfalt und Tradition – im Wesentlichen ein Awareness Programm. 

Wir haben ein Club Tagebuch, in dem wir alle Einträge machen können zum Thema:

Soroptimist gegen Vepackungsmist und was wir unternehmen unserer Umwelt so gut wir können zu helfen.

Unsere frauenspezifischen Projekte Haus Immanuel und Prosa (Frauencafe) werden weiterhin unterstützt.  

Weitere Umweltprojekte und Aktivitäten sind vorgesehen.

 

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20.11.2017

Roswitha Reisinger übernimmt mit 01.10.2017 die Präsidenschaft vom Club Wien Donau



 

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21.08.2017

Sommergedanken

Kurz nach der soroptimistischen Sommerpause wird meine Präsidentschaft zu Ende gehen: Zeit für einige Gedanken!

Ich habe in den letzten 2 Jahren sehr viel erlebt und gelernt und dafür kann ich nur dankbar sein und ich habe es wirklich gerne gemacht.

Auch wegen unseres Jubiläums war es für unseren Club eine sehr intensive und auch schöne Zeit. Ich denke es kann einem Serviceclub nichts Besseres passieren als dass viel passiert. Der Club wird aus der Routine gerissen und jeder muss plötzlich was tun. Jede von uns hat sich eingesetzt, um an unserem Fest zu arbeiten (es gab auch bei uns keine Ausreden;)). Es wäre aber eine Hypokrisie nicht zuzugeben, dass so eine Organisation, die den ganzen Club involviert hat, nicht auch Spannungen mit sich bringt. Rückblickend kann ich sagen, dass die Spannungen wesentlich waren, um das Endergebnis zu ermöglichen. Aus den vielen Vorstellungen, Ideen, Ansätzen und Grundsätzen musste ein einheitliches Bild entstehen. Als Präsidentin habe ich mich bemüht diesen Prozess zu begleiten und zu leiten. Und wie es immer ist, gibt es etwas was ich besser oder anders machen hätte können, aber grundsätzlich bin ich auf das Ergebnis stolz und ich muss zugeben, dass es mir auch viel Spaß gemacht hat.

Spannend ist die Präsidentschaft eines Clubs aber immer. Laufend stehen Überlegungen an welches Programm, welche Vorträge und welche Projekte interessant sein könnten. Was könnte die Anteilnahme am Clubleben erhöhen und alle interessieren? Diese Verantwortung habe ich stets gespürt. Zur wahren Belastung wird die Präsidentschaft, wenn es interne Auseinandersetzungen gibt, die weder durch Diplomatie noch durch andere Maßnahmen zu lösen sind. Das ist der Moment wo die Überlegung auftaucht, dass jede von uns ihre Aufgaben ehrenamtlich übernimmt und man in der Lage sein sollte sich gewisse Angelegenheiten nicht zu nahe gehen zu lassen. Aber ist es möglich, dass etwas was wir ehrenamtlich machen uns weniger nahegeht, als etwas wofür wir bezahlt werden? Oder sollte es nicht das Gegenteil sein? Darüber werde ich mir noch Gedanken machen müssen.

Auch unsere neue Homepage ist eine wichtige Aufgabe meiner Präsidentschaft gewesen. Ich vertrete immer die Theorie, dass eine Homepage wie die Visitenkarte ist. Ohne geht es nicht mehr. Aber wenn ihr diesen Artikel gerade lest, dann kann ich das als Erfolg betrachten.

Ein großes Vergnügen als Präsidentin ist die Möglichkeit viele interessante Personen kennen zu lernen. Manchmal wurde mir erst beim Erzählen an nicht Soroptimistinnen bewusst, welche tolle Frauen ich durch das soroptimistische Netz, aber vor allem in meinem eigenen Club kennen lernen durfte (danke, ihr habt mir die Möglichkeit gegeben mich erfolgreich zu fühlen, weil ich eine von euch bin).

So viel zu unserem Clubleben, aber was hat sich in den letzten 2 Jahren in Bezug auf die Lebenssituation von Frauen getan?

In Italien hat zurzeit eine große mediale Aufmerksamkeit das Thema Frauenmord (it: Femminicidio, die Zahlen von Frauen, die von ihren Ehemännern, Ex-Ehemännern, Freunden oder Ex-Freunden ermordet werden, sind erschreckend). Eigentlich wird mit Femminicidio weitergehend „jede Form an Gewalt die systematisch gegen eine Frau gerichtet wird im Namen einer ideologischen patriarchalischen Überordnung, um die Unterordnung fortzusetzen und die Identität durch physische oder psychische Unterwerfung, bis zur Sklaverei oder dem Tod zu vernichten“ definiert. In den Zeitungen werden die Toten hervorgehoben.

Mit Freundinnen habe ich lange diskutiert ob "Mord" nicht "Mord" sein sollte: warum die Unterscheidung? Warum die Bezeichnung Femminicidio? Leider ist die Unterscheidung noch notwendig um sich vor Augen zu halten, dass in Europa Frauen noch immer viel zu oft in einer dem Mann untergeordneten Position stehen.

Als Frau und Soroptimistin habe ich schon immer die Verantwortung gespürt mich gegen Gewalt gegen Frauen einzusetzen, als Präsidentin hatte ich mir gedacht: „man muss ja was tun können!“. Unser Club hat sich in den letzten 2 Jahren in mehreren Bereichen engagiert, um die Lebenssituation von Frauen zu verbessern. Ob wir etwas bewegen konnten, wird sich in der Zukunft weisen. Ich weiß, dass es leider nicht genug war!

 

Aber für jetzt freue ich mich einmal auf unsere Clubreise ins Friaul und dann geht die Arbeit, in welcher Form auch immer, weiter...

 

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